Karatetrainer: "Dominik hat ein Kämpferherz"

Der 18-jährige Itzlinger Dominik Hinterbuchner zählt zu den besten Karate-Talenten des Landes. Österreichs Nationaltrainer Manfred Eppenschwandtner hält große Stücke auf den SSM-Schüler.

Der Itzlinger Dominik Hinterbuchner tritt in der Klasse bis 75 Kilogramm an.  SN/SW/KARATE AUSTRIA/MARTIN KREMSER
 Nach elf Monaten ohne Wettkämpfe hat Österreichs Karateteam am Wochenende wieder eine Chance, sich zu beweisen. Im Olympiazentrum in Rif findet ein Ländermatch gegen Deutschland statt. "Die vergangenen elf Monate waren auch für uns eine große Belastung. Daher können wir es jetzt kaum erwarten, wieder auf der Matte zu stehen", sagt Österreichs Bundestrainer Manfred Eppenschwandtner.

Das Aufeinandertreffen an diesem Sonntag steht unter dem Zeichen größter Vorsichtsmaßnahmen. Sowohl bei den Trainings als auch am Wettkampftag wird es Covid-Tests geben, damit alle Risiken ausgeschlossen werden. Einer der großen Hoffnungsträger aus Salzburger Sicht ist der Itzlinger SSM-Schüler Dominik Hinterbuchner. Das Nachwuchstalent wurde vor Kurzem 18 Jahre alt und stieg in den U-21-Kader des Nationalteams auf. Er tritt in der Klasse bis 75 Kilogramm an und konnte schon einige Erfolge einfahren. Unter anderem einen zweiten Platz im Europacup.

 

Dominik trainiert derzeit fast täglich

Für den Verbandstrainer Manfred Eppenschwandtner steht fest, dass Dominik Hinterbuchner den Sprung in den A-Kader schaffen wird und zu höheren Aufgaben bereit ist. "Dominik hat ein irrsinniges Kämpferherz. Er gibt nie auf und ist auch mental stark. Was hinzu kommt: Er ist sehr lernfähig und setzt das, was wir Trainer ihm sagen, sehr schnell um."

Derzeit trainiert der 18-Jährige fast täglich. Drei Mal im SSM in Nonntal und danach noch mit seinen Kolleginnen und Kollegen, mehrmals auch im Olympiazentrum. "Das ist ganz wichtig, dass Dominik mit dem A-Kader, der ohnehin zu 90 Prozent aus Salzburgerinnen und Salzburgern besteht, trainiert, denn da kann er am meisten lernen", sagt Coach Eppenschwandtner.

Der Itzlinger hat sich auch sportliche Ziele gesetzt. "Derzeit bin ich noch im U-21-Kader, aber auf lange Sicht will ich natürlich ins Nationalteam und an größeren Veranstaltungen teilnehmen." Sein Trainer Manfred Eppenschwandtner traut ihm das auch zu. "Dominik hat das Talent dazu, um in einigen Jahren an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilzunehmen."

Apropos Olympische Sommerspiele in Tokio: Für Coach Manfred Eppenschwandtner stehen die Chancen, dass sie stattfinden, bei lediglich 50 Prozent. "Ich frage mich, wie das funktionieren soll. Viele Athletinnen und Athleten sind noch gar nicht qualifiziert und bis zu den Spielen wird es wahrscheinlich auch nur ganz wenige Turniere geben. Wenn überhaupt." Es wäre besser gewesen, Olympia auf 2022 zu verlegen. "Dann hätten wir alle noch genug Zeit, aber so macht das derzeit überhaupt keinen Sinn, weil wir alle in einer großen Ungewissheit leben", sagt Eppenschwandtner.

Quelle SN Stadtnachrichen, 01.02.2021, Harald Saller